Sensomotorisch-perzeptive Behandlung (Wahrnehmungstraining)

Sensomotorische Störungen (die die Körpersinne betreffen) und perzeptive Störungen (die die Wahrnehmung betreffen) kommen bei Erwachsenen und Kindern vor. Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung setzt sich zum Ziel, solche Störungen zu beseitigen oder in ihren Auswirkungen abzuschwächen. Ziel ist das Wiedererlangen größtmöglicher Selbstständigkeit und die Fähigkeit, im Leben trotz dieser Störungen handlungsfähig zu bleiben.

Visuelle Störungen der Wahrnehmung sind bei Kindern nicht selten. Sie stehen meist im Zusammenhang mit Entwicklungsstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten. Bei einer gestörten Entwicklung der Wahrnehmung kann es unter anderem zu Verzögerungen in der Malfähigkeit, in der Orientierung und der Lernkompetenz führen. Schlagworte sind hier Legasthenie und Dyskalkulie mit den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Alle Therapien für Kinder besprechen wir selbstverständlich mit den Erziehungsberechtigten.

Erwachsene leiden häufig bei neurologischen Erkrankungen unter Wahrnehmungsstörungen. Es kommt zu Schwierigkeiten bei der Feinmotorik. Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung und das Wahrnehmungstraining basieren auf verschiedenen Behandlungsformen:

  • Sensomotorische Integration 
  • Bobath
  • Visuelles und auditives Wahrnehmungstraining 
  • Handwerksarbeiten
  • Materialbäder (zum Beispiel mit Kirschkernen, Traubenkernen oder Kürbiskernen)
  • Konzentrationstraining
  • Kognitives Training und Entspannungstraining